25.4.2014

Gedenktafel erinnert wieder an Heinrich Schomburgk

Am ehemaligen Wohnhaus in der Connewitzer Prinz-Eugen-Straße 13 erinnerte seit 2003 eine Tafel an ein prominentes Mitglied der außergewöhnlich sportbegeisterten, wirtschaftlich und gesellschaftlich engagierten Leipziger Familie Schomburgk. Heinrich Schomburgk war der erste Leipziger, der bei Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewann. Gemeinsam mit der Dresdnerin Dorothea Köring errang er 1912 in Stockholm im Gemischten Tennis-Doppel den Olympiasieg. Sein Bruder Wilhelm war bis 1938 Präsident des Deutschen Tennis-Bundes und führte seit 1928 die vom Großvater Carl Heine 1888 gegründete Westend-Baugesellschaft für den Leipziger Kanalbau.

Das Leipziger Sportmuseum, sein Förderverein und der Leipziger Sport-Club von 1901 e. V. sorgten dafür, dass die dem Sport verbundenen Mitglieder der Familie Schomburgk wieder in Erinnerung und zu Ehren kamen. Von mehreren Familienmitgliedern der Gebrüder Heinrich und Wilhelm sind Nachlassteile in die Sammlung des Leipziger Sportmuseums gelangt. Hans Schomburgk aus Frankfurt/Main, der Sohn von Heinrich, ist Mitglied unseres Fördervereins.

Nun zieht mit dem Ambulanten Reha-Zentrum des St. Elisabeth Krankenhauses erneut Leben ins Haus ein. Nach langem Leerstand konnte das Gebäude denkmalgerecht saniert werden. Am 6. Mai 2014 wird die neue medizinische Einrichtung eröffnet. Drei Objekte aus der Sammlung des Leipziger Sportmuseums werden dann präsentiert: darunter die LSC-Clubjacke sowie der Hutkoffer von Heinrich Schomburgk, mit dem er zu den Olympischen Spielen reiste. Im Rahmen der Feier wird auch die Gedenktafel zu Ehren von Heinrich Schomburgk wieder eingeweiht. Seine nunmehr 90-jährige Tochter, Frau Gisela Frers aus Leisnig – wie ihr Bruder Hans in diesem Hause geboren - wird an der Veranstaltung teilnehmen.

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